Aktuelle Nachrichten aus dem Bezirk
Pfarrerin Melanie Plangger aus Harthausen wechselt als Religionslehrerin nach Echterdingen
Sieben Jahre lang war Melanie Plangger als evangelische Pfarrerin in Harthausen. In dieser Zeit wurden ihre Tochter Jasmin und ihr Sohn Jeremias geboren. Da auch ihr Mann in Vollzeit berufstätig ist, wollte sie ihre Tätigkeit reduzieren. Im neuen Schuljahr wird sie am Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium in Echterdingen Religion unterrichten.
Nach ihrem Theologiestudium in Tübingen und Marburg und ihrem Vikariat in Bad Cannstatt kam Melanie Plangger im Herbst 2003 in den Kirchenbezirk Bernhausen. Zuerst war sie teils in der Parksiedlung und im Scharnhauser Park und teils als Pfarrerin zur Dienstaushilfe bei Dekan Rainer Kiess tätig, dann vollständig beim Dekan. Als Pfarrer Peter Schweikert erkrankte, übernahm sie erste Vertretungen in Harthausen. Im Herbst 2005 wurde sie vorläufig mit dieser Pfarrstelle beauftragt. „Die behalten wir“, befand die Gemeinde ein halbes Jahr später bei der offiziellen Wahl.
„Bei der ersten ständigen Pfarrstelle ist nach acht bis zehn Jahren ein Wechsel vorgesehen“, sagt Plangger. Ein wenig Luft hätte sie also noch. Doch wegen der trotz guter Kinderbetreuung hohen Belastung will sie möglichst schnell reduzieren, außerdem will sie ihrer Tochter später einen Schulwechsel ersparen. Deshalb steht der Wechsel jetzt schon an. Eine Reduzierung auf der jetzigen Stelle wäre nicht möglich.
Sechs Stunden pro Woche hat Plangger bei Erst- bis Sechstklässlern Religion unterrichtet. „Das hat mir immer mehr Spaß gemacht“, sagt sie und fragte deshalb beim Schulreferat nach einer Pfarrstelle für Religionsunterricht. In Echterdingen war eine 50-prozentige Vertretungsstelle frei. Die Nähe hat zwei Vorteile: Zum einen kann der Umzug bis Oktober warten, zum andern bleiben Plangger, da sie im Kirchenbezirk bleibt, viele geschätzte Kollegen erhalten.
Dies bedeutet nicht, dass ihr der Abschied leicht fällt. „Vieles lasse ich zurück. Wie geht es mit dem Kindergarten weiter, der einen Teil seines großen Gartens an das neue Kinderhaus der Stadt abgibt? Auch das 175-jährige Jubiläum des Kirchengebäudes hätte ich gerne noch mit organisiert.“ Das Predigen und die gemeinsam gefeierten Gottesdienste, einen ihrer Schwerpunkte, wird sie vermissen. „In ferner Zukunft werde ich vielleicht wieder Dienste übernehmen, aber nicht im ersten Jahr.“ An die pfarrerlose Zeit, bis ein Nachfolger gefunden ist, haben sich die Harthäuser durch Planggers zweimaligen Mutterschutz schon etwas gewöhnt. „Allerdings war das anders, da war ich in der Nähe.“
„Das Miteinander in der Gemeinde war mir wichtig“, sagt Plangger im Rückblick. „Ich oder andere bringen Ideen ein, das setzt man gemeinsam um. Manches, wie die Zweitgottesdienste, wurde nicht weitergeführt, dafür entstand Neues.“ Dazu gehören die Kleinkindgottesdienste und der Besuch der Kindergartenkinder in der Kirche, wo Plangger ihnen biblische Geschichten erzählte. Sie ist froh, dass es inzwischen wieder gute Kontakte zur Christlichen Gemeinschaft Harthausen gibt. Als wertvoll empfand sie die unterschiedlichen Frömmigkeitsstile, die Gemeindemitglieder parallel ins Gemeindeleben einbrachten.
Auf was freut sie sich, wenn sie wieder ein klein wenig mehr Zeit hat? „Ich möchte gerne mehr lesen. Die Bücher, die ich zu den letzten Geburtstagen geschenkt bekam, stapeln sich. Wenn es wirklich gut läuft, würde ich gerne meine Querflöte wieder auspacken.“
* Melanie Plangger wird am 29. Juli verabschiedet, der Gottesdienst mit dem Posaunenchor und dem Projektchor beginnt um 10 Uhr. Es folgt ein Ständerling mit Grußworten.
geschrieben am 23.07.2012 um 12:34 Uhr.
16.03.13 - 20.07.13
Kirchenmusikalische Veranstaltungen
im Kirchenbezirk Bernhausen
Passion, Oster ... [mehr]
06.03.13 - Im Evangelischen Kirchenbezirk Bernhausen wurden vier Pfarrerinnen ausgebildet [mehr]
25.01.13 - Nach längerer Pause ist die Krankenpflegeschule in Kilimatinde/Tansania wieder staatlich anerkannt [mehr]