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Alt und liebenswert

Die Filderstädter Zirkuskarre beginnt ihre sechzehnte Sommersaison

Alt und liebenswertSie ist alt und liebenswert: Für die 1996 gestartete Zirkuskarre begann soeben die 16. Sommersaison. Jeden Montagabend zieht der Traktor das bunte und pfiffige Spielmobil auf den Hof der Sielminger Wielandschule. Dort laden die Streetworkerin Katharina Eckert und ehrenamtliche Mitarbeiter Jugendliche zum Spielen und Reden ein.

Das beliebteste Sportgerät, das die Zirkuskarre mitbringt, ist derzeit das Trampolin. Andere Jugendliche sitzen lieber an den ebenfalls mitgebrachten runden Tischen und reden über ihre Fragen und Probleme. „Manchmal sind die Eltern in einem schwierigen Alter“, meinte Dekan Rainer Kiess beim Saisonstart. Er hatte als Symbol einen Regenschirm mitgebracht. „Die Zirkuskarre ist wie ein Schirm, ein schützendes Dach für Jugendliche.“
Die Zirkuskarre gehe zu den Leuten hin, betonte Hartmut Schäffer vom Verein zur Förderung der evangelischen Jugendarbeit in Filderstadt. „Wir wollen erfahren, wie es den Kindern und Jugendlichen geht, wollen sie begleiten und unterstützen.“ Er lobte die gute Vernetzung, denn die Zirkuskarre ist ein gemeinsames Projekt von Stadt und evangelischer Jugendarbeit.
Dass Oberbürgermeisterin Gabriele Dönig-Poppensieker dieses Projekt immer wieder gerne besucht, liegt an der Begeisterung der Jugendlichen. „Jugendliche brauchen Plätze, wo sie sich aufhalten können“, sagte Dönig-Poppensieker. Sie wünschte der Zirkuskarre „noch viele gute Einsätze“ und den sie besuchenden Jugendlichen einen „super Sommer“.
Karin Genitheim, die neue Leiterin der Wielandschule, gefällt die Zirkuskarre „unheimlich gut“. Sie ist beeindruckt, wie die Stadt Filderstadt mit der Jugendarbeit umgeht. „Ich bin das nicht so intensiv gewohnt“, meinte Genitheim, die zuvor in Esslingen tätig war und in Hochdorf wohnt. Die Streetworkerin Katharina Eckert dankte der Stadt für die Finanzierung, dem evangelischen Kirchenbezirk für die Trägerschaft, der Schule für die Gastfreundschaft und Hausmeister Dieter Müller für die Unterstützung außerhalb der Dienstzeiten.
Bei der Saisoneröffnung längst zur Tradition geworden ist eine sportliche Prominentenaktion. Diesmal kam es beim Brettspiel Jakkolo auf die Geschicklichkeit an. Am Ende hatte Genitheim ihre zehn Holzscheiben am besten platziert und ging aus dem Wettbewerb mit Dönig-Poppensieker und Kiess als Sieger hervor.

Mobile Jugendarbeit Filderstadt
Streetworkerin Katharina Eckert
Mobil 0171/562 84 87
k.eckert@ekg-sielmingen.de

geschrieben am 13.05.2011 um 15:03 Uhr.


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