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Ostfildern-Neuhausen
05.09.10: Angenehmes für die Ohren
(11:30 Uhr) Club des Akademischen Orchesters Würzburg gibt Gastkonzert in der Parksiedlung
Ort:
Veranstalter: Evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche

Kinder im klassischen Konzert? Beim Club des Akademischen Orchesters Würzburg stören sie gewiss nicht. Im Gegenteil, das Orchester wird von einem Kinderorchester unterstützt. Den Auftritt am 5. September in der Evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in der Parksiedlung bewirbt die Kirchengemeinde deshalb als „Familienmatinee“.
Seit 14 Jahren spielen die ehemaligen Mitglieder des Würzburger Universitätsorchesters gemeinsam, zum Repertoire gehören symphonische und konzertante Werke von Klassik und Romantik bis zur Moderne. Das Ensemble wird von Universitätsmusikdirektor Rudolf Dangel dirigiert, der das Akademische Orchester der Universität Würzburg im Jahr 1978 gründete und bis 2003 leitete. Beim Konzert in der Parksiedlung wird er vom Kölner Gastdirigenten Kai Schuster unterstützt.
Inzwischen über ganz Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich, Belgien und Schweden verteilt, kommen die Musiker zum Jahrestreffen diesmal nach Stuttgart. Die Familienmatinee ist ihr Abschlusskonzert. Die kurze Probenzeit genügt, weil sich die Spieler musikalisch und menschlich gut kennen und in heimischen Orchestern üben. „Wir sind alle keine Profis, sondern machen Musik aus Leidenschaft“, sagt Clubsprecher Bastian Limberg.
Die etwa 15 Mitglieder des Kinderorchesters sind Kinder der Musiker. Sie sind fünf bis 13 Jahre alt und spielen meist Geige, Bratsche und Cello, aber auch Klarinette, Flöte und Pauke. Kinder mit genügend instrumentaler Erfahrung spielen einzelne Sätze im „großen“ Orchester mit. Umgekehrt unterstützen einige Erwachsene die Kinder. Diese nehmen ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch Europa, von Norwegen bis zu Tänzen aus Böhmen.
Der Erwachsenen beginnen mit der Ouvertüre von Christoph Willibald Glucks Oper „Iphigenie in Aulis“. Das 1774 uraufgeführte Werk behandelt einen Stoff der griechischen Mythologie um den Heerführer Agamemnon und seine Tochter Iphigenie.
Die Werke sollten „angenehm in die ohren“ klingen, „natürlich, ohne in das leere zu fallen“, schrieb Wolfgang Amadeus Mozart über seine Klavierkonzerte KV 413 bis KV 415. Das bei der Familienmatinee präsentierte Konzert für Klavier und Orchester A-Dur KV 414 entstand als erstes und gilt als populärstes der drei Konzerte. Die Klaviersolistin Ariane Limberg erhielt ihren Unterricht am Erlanger Musikinstitut, am Meistersingerkonservatorium Nürnberg und in vielen Meisterkursen. 1994 gewann sie den Bayerischen Landeswettbewerb Jugend musiziert. Sie spielt außerdem Geige im Club des Akademischen Orchesters Würzburg.
Joseph Haydns 97. Sinfonie in C-Dur zählt zu den letzten zwölf Sinfonien des Komponisten, den sogenannten Londoner Sinfonien. Haydn erzielte damit großen Erfolg in ganz Europa. Gemäß der damaligen Auffassung, dass den Tonarten bestimmte Stimmungen entsprechen, hat das Werk heroisch-festlichen Charakter. Abgeschlossen wird es durch ein brillantes Finale, ein Rondo.
* Die Familienmatinee in der Evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in der Parksiedlung beginnt am 5. September um 11.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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